Wer braucht eine KitchenAid?
Sie ist ein Klassiker, der Traum vieler Hobbyköche, der Mercedes unter den Küchenmaschinen: die KitchenAid. Und hier beginnen die Mythen schon, denn vollständig heißt sie “KitchenAid Artisan 5KSM150PS”; der Hersteller von Küchengeräten hat nämlich noch eine ganze Reihe weiterer Maschinen im Programm. Also unternehme ich mal den Versuch, mich in nüchterner Form mit der Mutter aller Küchenmaschinen auseinander zu setzen.
Ich kenne stolze Besitzer. Und ich kenne diejenigen, die regelmäßig in die Fachgeschäfte pilgern und bei denen eine Anschaffung bervorsteht oder zumindest wahrscheinlich ist. Außerdem kenne ich Neider, Sparfüchse oder einfach Protestanten, die eine Kenwood oder noch schlimmer eine Bosch
besitzen und diese als echte Alternative preisen. Schließlich bleibt die vierte Gruppe – zu der ich mich zähle –, die schlicht die Notwendigkeit nicht sieht oder eben noch nicht zum wahren Glauben gefunden hat.
Zu den Fakten an: Die KitchenAid Artisan besteht aus einem Ganzmetallgehäuse, wiegt (deshalb auch stattliche) 12 Kilogramm, verfügt über ein Planetenrührwerk und leistet 300 Watt. Die möglichen Anwendungen sind, so versprechen Hersteller und bereits erwähnte KitchenAidianer gleichermaßen, nahezu unbegrenzt. Dazu trägt sicher auch das umfangreiche Zubehör – vom Röhrennudelvorsatz über den Ravioliaufsatz bis zum Wurstfüllhorn – bei. Mitgeliefert werden übrigens neben einem Kochbuch eine Schüssel, zwei Sorten Knethaken und ein Schneebesen. Und so sieht das dann in der Praxis aus:
So ästhetisch ich das Video finde, richtig überzeugt bin ich aber immer noch nicht. Ich gebe zu, auch ich nutze sporadisch eine Küchenmaschine, die ein Werbegeschenk zu einem Zeitungsabo war und daher anonym bleiben möchte, um in frevelhafter Weise Pesto herzustellen, gelegentlich größere Mengen Käse zu reiben oder mal einen Teig kneten zu lassen. Aber würde ich tatsächlich die weiteren Möglichkeiten nutzen? Und dann beansprucht die KitchenAid ja auch noch eine erhebliche Menge Platz, vom stolzen Anschaffungspreis mal ganz abgesehen. Aus genau diesem Grund habe ich übrigens bei einigen Besitzern den Verdacht, dass mit der exponierten Präsentation des Geräts dieses vor allem den Zweck eines Statussymbols erfüllt.
Bin ich also nur ein Ungläubiger? Bitte, liebe KitchenAidianer, schreibt mir doch, wie Ihr das seht – vielleicht bekehrt Ihr mich ja …
Kommentare
2 Kommentar
Deine Meinung






11. August 2010
Ich bin bekennender Kitchen-Aid-Fan, habe das gute Prachtstück jetzt seit ca 8 Jahren im Besitz und nutze sie vor allem für Gemüse, dank meines hervorragenden Aufsatzes kein Problem ;))).
Aber was wirklich der Kracher ist: mach mal einen Kuchenteig mit zwei johlenden Kindern dabei und das mit zwei freien Händen, denn die Kitchen-Aid läuft während Du gerade Knie verarztest oder Durstkatastrophen löschst!
Und ich habe nie gleichmäßigere und samtigere Teige hergestellt! Also wenn schon, dann Kitchen-Aid. Und Pesto mach ich mit meinem zweitbesten Haushaltsfreund: dem Pürierstab!!!
Also natürlich ist sie ein Statussymbol, und es erfüllt mich sogar manchmal ein wenig mit Stolz, wenn ich sie mal wieder putze und sie dann wieder rot-blinkend vor mir steht! Wer einmal eine hat will sie nicht mehr missen!
11. August 2010
Statussymbol? Vielleicht! Man muss dieses Model einfach lieben! Ich finde, dass bei dieser Küchenmaschine die Funktionalität und das Design perfekt aufeinander abgestimmt sind. Einen perfekteren Hefeteig habe ich mit keiner anderen Küchenmaschine je erreicht. Der Fleischwolf ist Spitze und die Nudelaufsätze sind auch kaum zu toppen. Und das neue Rot zum Jubiläum ist sowieso nicht zu toppen. Sie ist groß, sie ist schwer, sie arbeitet perfekt und sie ist in meiner weißen Küche der absolute eye-catcher.
Ich freue mich, wenn ich sie sehe.